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Fördergelder für Wärmepumpen in der Schweiz

Die Installation einer Wärmepumpe wird in der Schweiz grosszügig gefördert. Erfahren Sie, welche Förderprogramme verfügbar sind und wie Sie bis zu CHF 20'000 sparen können.

Das Gebäudeprogramm

Das Gebäudeprogramm ist das wichtigste Förderprogramm für energetische Sanierungen in der Schweiz. Es wird gemeinsam von Bund und Kantonen finanziert und unterstützt den Ersatz fossiler Heizsysteme durch erneuerbare Energien.

Förderbeiträge

Die Förderhöhe variiert je nach Wärmepumpen-Typ:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: CHF 3'000 – CHF 10'000
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe: CHF 5'000 – CHF 12'000
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: CHF 5'000 – CHF 12'000

Die genaue Höhe der Förderung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Leistung der Wärmepumpe, dem ersetzten Heizsystem und den kantonalen Richtlinien.

Voraussetzungen

  • Ersatz einer fossilen Heizung (Öl, Gas) oder Elektroheizung
  • Gebäude ist mindestens 10 Jahre alt
  • Wärmepumpe erfüllt die technischen Mindestanforderungen
  • Installation durch zertifizierten Fachbetrieb
  • Antrag muss vor Baubeginn eingereicht werden

Kantonale Förderprogramme

Zusätzlich zum Gebäudeprogramm bieten viele Kantone eigene Förderbeiträge an. Diese können mit den Bundesbeiträgen kombiniert werden.

Beispiele nach Kanton

  • Zürich: Zusätzlich CHF 3'000 – CHF 8'000 für Wärmepumpen, plus Bonus für besonders effiziente Systeme
  • Bern: Bis zu CHF 10'000 für Sole-Wasser-Wärmepumpen, CHF 6'000 für Luft-Wasser-Wärmepumpen
  • Aargau: CHF 4'000 – CHF 9'000 je nach Wärmepumpen-Typ und Gebäudegrösse
  • Luzern: Pauschal CHF 8'000 für Erdwärmepumpen, CHF 5'000 für Luftwärmepumpen
  • St. Gallen: CHF 3'000 – CHF 12'000 abhängig von Leistung und Typ

Die kantonalen Programme unterscheiden sich stark. Informieren Sie sich bei Ihrer kantonalen Energiefachstelle über die aktuellen Förderbedingungen.

Gemeindebeiträge

Viele Gemeinden unterstützen den Umstieg auf erneuerbare Energien mit zusätzlichen Beiträgen:

  • Typische Beiträge: CHF 1'000 – CHF 5'000
  • Besonderheiten: Einige Gemeinden bieten Bonuszahlungen für besonders effiziente Systeme oder schnelle Umsetzung

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung nach lokalen Förderprogrammen.

Steuerliche Abzüge

Neben direkten Förderbeiträgen können Sie die Kosten für die Wärmepumpen-Installation auch steuerlich geltend machen:

  • Bundessteuer: Energiesparende Investitionen sind vollständig abzugsfähig
  • Kantons- und Gemeindesteuern: Je nach Kanton unterschiedliche Regelungen, meist vollständiger Abzug möglich
  • Wichtig: Nur die Kosten, die nicht durch Fördergelder gedeckt sind, können abgezogen werden

Bei einem Steuersatz von 25% und Investitionskosten von CHF 30'000 (nach Abzug der Fördergelder) können Sie zusätzlich CHF 7'500 sparen.

Energieversorger-Programme

Einige Energieversorger bieten eigene Förderprogramme oder vergünstigte Stromtarife für Wärmepumpen:

  • Förderbeiträge: CHF 500 – CHF 2'000
  • Vergünstigte Tarife: Spezielle Wärmepumpen-Tarife mit bis zu 30% Rabatt
  • Beratung: Kostenlose Energieberatung und Unterstützung bei der Planung

So beantragen Sie Fördergelder

Schritt 1: Informieren

Informieren Sie sich frühzeitig über verfügbare Förderprogramme in Ihrem Kanton und Ihrer Gemeinde. Die kantonalen Energiefachstellen bieten umfassende Informationen.

Schritt 2: Offerten einholen

Holen Sie Offerten von qualifizierten Fachbetrieben ein. Diese können Sie bei der Beantragung der Fördergelder unterstützen.

Schritt 3: Antrag stellen

Wichtig: Der Förderantrag muss vor Baubeginn eingereicht werden! Reichen Sie alle erforderlichen Unterlagen ein:

  • Ausgefülltes Antragsformular
  • Offerte des Installateurs
  • Technische Datenblätter der Wärmepumpe
  • Nachweis über das bestehende Heizsystem

Schritt 4: Zusage abwarten

Nach Prüfung Ihres Antrags erhalten Sie eine Förderzusage. Erst dann dürfen Sie mit den Bauarbeiten beginnen.

Schritt 5: Installation & Abrechnung

Nach Abschluss der Installation reichen Sie die Schlussrechnung und weitere Nachweise ein. Die Fördergelder werden dann ausbezahlt.

Rechenbeispiel

Beispiel für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus im Kanton Zürich:

  • Gesamtkosten: CHF 35'000
  • Gebäudeprogramm: - CHF 8'000
  • Kantonsbeitrag Zürich: - CHF 5'000
  • Gemeindebeitrag: - CHF 2'000
  • Zwischentotal: CHF 20'000
  • Steuerersparnis (25%): - CHF 5'000
  • Effektive Kosten: CHF 15'000

Dank Fördergeldern und Steuerabzügen reduzieren sich die Kosten um mehr als 50%! Weitere Details zu den Gesamtkosten einer Wärmepumpen-Installation finden Sie in unserem Kostenratgeber.

Wichtige Hinweise

  • Frühzeitig planen: Förderanträge müssen vor Baubeginn eingereicht werden
  • Fristen beachten: Einige Programme haben begrenzte Budgets und werden nach dem Windhundprinzip vergeben
  • Fachbetrieb wählen: Nur zertifizierte Installateure sind förderberechtigt
  • Kombinierbarkeit prüfen: Nicht alle Programme können kombiniert werden
  • Beratung nutzen: Lassen Sie sich von Fachleuten bei der Antragstellung helfen

Fazit

Die Schweiz bietet attraktive Förderprogramme für Wärmepumpen. Mit der richtigen Planung und Kombination verschiedener Fördergelder können Sie die Investitionskosten erheblich reduzieren. Nutzen Sie unseren Kostenrechner, um eine erste Einschätzung inklusive Fördergeldern zu erhalten. Unsere Fachpartner unterstützen Sie gerne bei der Beantragung aller verfügbaren Fördergelder und sorgen dafür, dass Sie keine Fördermöglichkeit verpassen.

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